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Zum Abschied

In tiefer Trauer und grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

 

Frieda Bicker
28. Juli 1945 – 9. Januar 2026

 

Wir sind dankbar für die vielen guten Jahre, die wir gemeinsam verbringen durften,
und verabschieden uns in tiefer Trauer, verbunden mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen in einer besseren Welt.

 

Unser herzlicher Dank gilt allen Verwandten und Bekannten, insbesondere den lieben Nachbarn, für ihre wertvolle Unterstützung und Anteilnahme.

 

Ulrich, Fritz, Crista und Nicholas Bicker

 

Eine Urnenbeisetzung findet zu gegebener Zeit im engsten Familienkreis statt.

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Frieda Bicker

Meine Mutter wurde im Jahr 1945 in Graz geboren – in einer Zeit des Umbruchs.
Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende gegangen. Es war eine Epoche, in der es wenig Leichtigkeit gab, dafür umso mehr Leid, Entbehrung und Unsicherheit.

Auch die Jahre danach waren nicht einfach. Die Umgebung nahe Slowenien, in der sie aufgewachsen ist, war geprägt von harter Arbeit, von Verlusten und von Schmerzen, die man nicht immer in Worte fassen kann. Doch meine Mutter hat gelernt, weiterzugehen. Still, ausdauernd, mit einer inneren Stärke, die sie ihr ganzes Leben begleitet hat.

Als sie später in die Schweiz zog, hoffte sie auf einen Neuanfang. Doch auch hier war das Leben nicht immer freundlich zu Einwanderinnen. Wieder musste sie kämpfen, sich behaupten, ihren Platz finden. Und wieder tat sie es – ohne Bitterkeit, ohne Aufgeben.

Es muss für sie eine besonders wundervolle Zeit gewesen sein, als sie meinen Vater kennenlernte. Mit ihm fand sie Liebe, Halt und ein Zuhause. Ihre Hochzeit, das gemeinsame Leben und später meine Geburt waren Lichtpunkte, die ihr Leben bereichert und getragen haben.

Mit der Zeit kamen meine Frau und unser wundervoller Sohn dazu. Wir wurden vollständig. Eine Familie. Gemeinsam fühlte es sich an, als könnten wir die ganze Welt erobern. Es war eine gute, eine reiche Zeit – voller Nähe, gemeinsamer Wege und stiller Verbundenheit.

Wir freuten uns nicht nur auf Ostern und Weihnachten. Nein, wir freuten uns auf jeden einzelnen Besuch, auf jedes Wiedersehen, auf jedes einfache Zusammensein. Diese Momente waren kostbar. Und sie sind es bis heute geblieben – in unseren Herzen.

Es war eine schöne Zeit. Eine Zeit, die uns niemand nehmen kann. Eine Zeit, die uns ein Leben lang begleiten wird.

Ich danke allen, die Teil davon waren. Und ganz besonders danke ich dir, Mami. Du warst ein entscheidender Faktor dafür, dass wir über so viele lange Jahre ein so gutes Team sein durften.

Auch wenn wir uns nun in diesem Leben von dir verabschieden müssen, weiss ich doch: Du bleibst bei uns. In unseren Erinnerungen, in unserem Handeln, in unserer Liebe. So lange wir leben.

Danke.

Deine Familie

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