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In tiefer Trauer
und grosser Dankbarkeit

nehmen wir Abschied von

 

Ulrich Bicker
19. Januar 1951 –  23. Juli 2026

 

Er geht zu seiner Frieda, die ihm im Januar vorausgegangen ist.
Wir sind dankbar für alles, was er uns gegeben hat, und verabschieden uns in der Gewissheit, dass er nun Frieden gefunden hat.
Unser herzlicher Dank gilt allen Verwandten, Bekannten und lieben Nachbarn, die uns in dieser schweren Zeit begleitet und unterstützt haben.
Ganz besonders meinem lieben Gotti, der Zwillingsschwester Bethli und Hans, die ihn in seinen letzten Stunden mit begleitet haben.

 

Fritz, Crista
und Nicholas Bicker

 

Eine Urnenbeisetzung findet zu gegebener Zeit im engsten Familienkreis statt.

Zum Abschied

Ulrich Bicker

Ueli Bicker

Ueli wurde 1951 in Grabs geboren, und Grabs blieb sein ganzes Leben lang der Mittelpunkt seiner Welt.

Grabs gibt es seit der Römerzeit, erstmals erwähnt im Jahr 614 nach Christus. Aber für meinen Vater war das keine Geschichtsstunde.

Grabs war seine Heimat, von Geburt an und bis zu seinem letzten Atemzug, genau so, wie er es sich gewünscht hatte.


Er kannte jeden Winkel davon. Vom Schloss Werdenberg über das Riet bis zum Sattel und Chäserugg, er war zuhause, wo andere nur zu Besuch waren. Viele, die neu nach Grabs gezogen sind, kannten kaum einen Bruchteil der Flurnamen, die ihm selbstverständlich waren wie sein eigener Name. Und Menschen kannte er mehr als ich mir je merken konnte.


Im Männerchor, im Reitverein, in der Feuerwehr, überall war er dabei, überall mit ganzer Freude und vollem Einsatz. Halbe Sachen lagen ihm fern. Was er anpackte, machte er richtig, und was er nicht anpackte, liess er gleich ganz. Theoretische Überlegungen waren nicht seine Welt. Er war ein Mensch des Handelns. Politik interessierte ihn sein Leben lang, ohne dass er je einer Partei gehörte. Er hatte Haltungen, Meinungen und den Mut, sie klar zu vertreten. Ein echter Schweizer und Vollblutpolitiker ohne Parteibuch, immer mitten im Geschehen, immer mit einer Meinung.


Ein grosser Reisefan war er nie. Und doch unternahm er gemeinsam mit uns die wildesten Reisen. Von Jesolo bis Pesaro, von Siena bis Milano, quer durch Deutschland oder von Paris bis New York. Am Ende fand er jedes Mal Gefallen daran, manchmal sogar mehr als er zugeben wollte. Aber sein Liebstes blieb immer das, was er in Grabs hatte. Sein Zuhause. Seine Ruhe. Seine Wurzeln.

Über allem stand die Familie. Seine Frau Frieda war sein Halt, seine Mitte, sein Zuhause. Als sie im Januar dieses Jahres unerwartet von uns ging, hinterliess das eine Wunde, die nicht mehr heilen konnte. Er hat oft gesagt:" Frieda hat mir nun den Weg gezeigt". Wir haben ihm zugehört. Und wir haben ihn verstanden.

Seinen Enkel Nicholas liebte er bedingungslos, so wie er war, weit weg von allem Gewöhnlichen, und gerade deshalb war er ihm so besonders. Mich, seinen einzigen Sohn, liebte er so, wie ein Vater einen Sohn nur lieben kann - ich hätte mir nichts mehr wünschen können. Crista war ihm längst mehr als eine Schwiegertochter, sie war ihm Familie, von Herzen und ohne Vorbehalt. Und seine Zwillings-Schwester mit ihrem Partner war ihm bis zuletzt ganz nah und wichtig.

 

Wir waren eine wunderbare Familie.

Ein Team, das zusammenhielt, das lachte, das reiste, das füreinander da war, in den schönsten Momenten und in den schwersten. Für all das sind wir unendlich dankbar.


Und nun, Paps, bist du endlich wieder bei Mam. Ihr seid wieder zusammen. 

 

Wir stellen uns vor, wie ihr euch in die Arme fallt, wie ihr euch anschaut und wie alles, was zwischen Januar und heute lag, einfach wegfällt. Dieser Gedanke lässt uns weinen und lächeln zugleich.


Wir kommen nach. Das versprechen wir euch. Bis dahin tragen wir euch beide in unseren Herzen, jeden einzelnen Tag.


In ewiger Dankbarkeit
Deine Familie

Hohensteinweg 22

8055 Zürich

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